Skurrilio wünscht allen Freunden ein wunderbar 

skurriles Jahr 2015

 

 

Kaum zu glauben, aber vielleicht wahr oder auch doch nicht.......

 

Es war einmal und ist immer noch ein Fischer.

Er lebte, und lebt immer noch an einer Flußmündung mit seiner Frau

in einer bescheidenen Hütte von den Erlösen seiner

bescheidenen Fängen.

Abends, schon spät, bei Einbruch der Dunkelheit setzt er

bei Wind und Wetter, bei grölenden Donner und  Regen,- und Hagelschauer,

oder Schneegestöber und sonstigen Scheißwettergeschehnissen

seine Reusen aus, um sie dann nach Stunden in aller Herrgottsfrühe

wieder einzuholen, um sich an den Fängen zu erfreuen oder sich zu ärgern,

je nach Menge, was mit der Mengenlehre nichts zu tun hat,

obwohl er oft Leere hatte.

So reihten sich die Tage, die Wochen,die Monate, die Jahre,

und die Jahrzehnte wie eine Kette aneinander.

Mehr schlecht als recht, oder auch anders herum, lebte oder verlebte

er diese Zeit nicht unglücklich, weil er es nicht besser wuste.

Arbeit war sein Leben, dass hatten ihn schon seine Eltern gelehrt, und daran

hielt er sich,......, notgezwungen.

Es waren meist Aale die er fing, wenn er denn was fing.

Diese Aale räucherte er, und verkaufte sie in der 

naheliegenden Stadt, weil sie nicht weit entfernt war.

Auf diese logische Schlußfolgerung war er selbst trotz Analphabetismus gekommen,

mittels Versuch und Irrtum.

Aus den mageren Erlösen kaufte er sich dann das Nötigste zum Leben.

Wolle für seine Frau zum Stricken von Socken und Pullover,

und Schmierseife auch für die Körperpflege.

Etwas Tabak für seine Pfeiffe, die er brauchte gegen die lästigen Mücken,

und alle fünf Jahre eine neue Hose für sich und eine Schürze für seine Frau.

Zum Glück bezahlt er keine Steuern, weil er unter der Armutsgrenze 

liegt, und kein Steuerbeamter so blöd war und ist, in alller Herrgottsfrühe

 aufzustehen um die Aale in der Reuse zu zählen.

Ihn deshalb einen Steuerbetrüger zu nennen, ist weit hergeholt,

und der Sache nicht angemessen.

Aber die Zeiten ändern sich und die Fänge werden weniger.......

Es muss an allem gespart werden, nur nicht am Tabak, weil die Mücken

nicht weniger sondern immer mehr werden, nur die Mücken in seinem Geldbeutel nicht.

Doch eines Tages......Er holt gerade seine Reusen aus dem Fluß.......

sieht er zu seinem Erstaunen nicht nur Aale und

ein paar Wollhandkrabben (mit Migrationshintergrund),

sondern auch einen wunderbaren farbigen Fisch, der ihn mit offenen Maul anglotzt.

Er leert die Reuse, und will gerade dem Fisch einen auf die Birne geben,

damit er aufhört zu zappeln, da ertönt eine Stimme :

 

" Töte mich nicht, lass mich am Leben, und Du hast drei Wünsche frei " 

 

Da hält der Fischer inne, und fragt erstaunt :

 

" Drei Wünsche habe ich frei ? "

 

" Ja, drei Wünsche hast Du frei ! "

 

Aber was soll er sich wünschen ? Schnöder Mammon, wie Gold und Silber

oder Edelsteine sind ihm fremd.

Ein ewiges Leben ? nein wenn er an sein eigenes beschissenes denkt.

 

Aber was dann.......?

Da plötzlich entsinnt er sich, dass vor längerer Zeit Leute

vorbeigekommen sind, an mehreren Tagen und ihm sein letztes bischen

Freizeit geklaut hatten, um ihn von ihrer Sache zu überzeugen.

Wahlhelfer nannten sie sich....

Er kann sich noch an drei Parteien entsinnen :

 

Die CDU  , die SPD, die FDP.....

So weit es ihm möglich ist, denkt er scharf nach, was die ihm da so 

erzählt haben.

Eine richtige politische Partei wünscht er sich...

....erst die CDU 

ihm fällt ein, was sie ihm alles erklärt haben, vergleicht das mit seinem Zustand,

und murmelt in seinen grauen Bart, " die CDU, alles nur Schmu "

er denkt weiter, " die SPD, nur viel Ach und Weh' "

" die FDP , die hat wohl Einen im Tee "

Die Freiheit, die sie versprechen lässt den Hunger nicht verschwinden.

Was nutzt mir eine hungrige Freiheit ?

Und dann sagt er sich, stolz ihnen nicht auf den Fischleim gegangen zu sein :

 

" Egal was, egal wie, ich mach' weiter wie bisher " 

 

Er wirft den schönen Fisch mit den treuen Glubschaugen vorsichtig

wieder zurück in den Fluß, und ruft :

 

" Lieber Aale als Liberale "

 

Und er lebt mit seiner Frau, die nicht Ilsebil heisst, sondern Salmonella,

weiter als Fischer, und wenn sie nicht verhungert oder in

Hartz4-Bedarfsgemeinschaft ihr Leben fristen,

dann leben sie immer noch....

 

Und so war es, so ist es und wird es immer sein, so wahr mir Skurrilio helfe....

 

 

Ihr/ Euer

 

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