Liebe Skurrilio - Freunde
wieder einmal schreibt Skurrilio Geschichte............
Tatsachen, die seit Jahrhunderten von Generation zu Generation mündlich
weitergegeben wurden, und dabei oft zerstückelt, und wieder neu zusammengeschustert
wurden, hat Skurrilio dank neuester wissenschaftlicher Methoden und Computerprogrammen
wie "Computer Aided Nonsens System" , und unter Mißbrauch des eigenen Gehirns zu einem
glaubwürdigen Unfug zusammengesetzt.
Es handelt sich hier um eine unglaubliche, aber dennoch vieleicht wahre Geschichte.
Es begab sich in späten Frühmittelalter, vieleicht auch im frühen Spätmittelalter,
das ein Mann unbestimmten Alters sich irgendwo, vielleicht in der Walachei
einer kleinen Siedlung näherte......
Links und rechts des Feldweges waren Menschen mühsam, im Schweiße ihres Angesichts
damit beschäftigt ihre spärlichen Äcker, zu bewässern, aus dem kleinen Bach,
der aus einem Brunnen gespeist wurde. Er war die ganze Hoffnung der Dorfbewohner,
die Ernte für dieses Jahr zu retten.
Ohne Ernte würden sie im kommenden langen Winter darben müssen, und einige wohl das
neue Jahr nicht mehr erleben.
Mit ledernen Eimern bildeten sie Ketten um das Wasser vom Bach dahin zu transportieren
wo es so dringend benötigt wurde, hatte es doch schon lange nicht mehr geregnet.
Trotzdem hatten sie noch Zeit, den Fremdling mit einem fröhlichen "Heihoha" zu grüßen.
Anhand dieses Grußes lässt sich allerdings nicht feststellen, wo dieser Flecken gelegen
haben mag, sofern es diesen überhaupt noch gibt.
Durch dieses archaische "Heihoha" erschrak der in Gedanken versunkene Wanderer so sehr,
dass er ungewollt, mit dem Fuss gegen einen Stein stieß, und dabei einen Schmerzensschrei
ausstieß, der dem freundlichen "Heihoha" ähnelte, aber nicht als Widergruß gemeint war.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht hob er das Korpus Delikti hoch, und warf den Stein
schräg nach vorne, in einem eleganten Bogen an den Wegesrand. Nie wieder sollten nachfolgende
Generationen von Wanderern ihren Fuß an diesem Stein stoßen.
Im Museum des Ortes Galgen ist dieser Stein des Anstoßes bis heute Mittelpunkt
der Ausstellung, obwohl bis heute unklar ist,ob es dieses Dorf und dieser Stein waren......
Der Stein traf ungewollt ein zufällig am Wegesrand daherkommendes Kaninchen.
Und damit begann die Geschichte....
denn................ Kaninchen standen damals unter Schutz..........
Weil...., das Dorf verdankte seine Existenz dem Brunnen, und lag ansonsten wie eine Oase
in der Wüste. Über Jahrhunderte waren die Kaninchen ein fester Bestandteil der Ernährung
der Einheimischen zur Deckung des Eiweißbedarfes. Rinder - und Schweinehaltung lohnten sich
nicht. Dieses Tier war eines, das sie unter Mißachtung aller Gesetze, von irgendeinem
Grafen erlassen, sich von weit her ausserhalb ihres Dorfes für sich in Besitz genommen hatten,
da der alte Karnickelbestand aufgrund von Trockenheit und Nahrungsmangel ausgestorben war.
Es war so etwas wie ein erweiterter Mundraub. Sie sollten sich in der Dorfsgegend wieder
vermehren,um eine feste Eiweißgrundlage zusätzlich zu den Früchten des Feldes zu werden.
Deshalb war es bei Strafe des Todes verboten ein Kaninchen zu töten.
Das dieser Kaninchentod Zufall war, war nicht zu beweisen.
Die Dorfbewohner brachten den Fremden deshalb in ein Verließ, in dem
er auf die Vollstreckung warten konnte, mit einem netten Ausblick auf die
Reste der Linde auf dem Dorfplatz, die laut Verordnung des Landesfürsten, den keiner kannte,
zur Vollstreckung der Todesstrafe genutzt werden musste.
Nur wie soll an diesem Baum, in den eine Woche vorher der Blitz einschlug, jemand
anständig aufgehängt werden können ?
Es musste ein Galgen her' !
Keiner der Dorfbewohner war Handwerker, und alle hatten zwei linke Hände.....
Trotzdem rief der Dorfvorsteher, weil es seine Pflicht war laut....
" Hört, Leute hört, wer von euch ist in der Lage aus diesem kläglichen Rest unserer
Linde einen Galgen zu bauen ? "
Niemand antwortete, obwohl eine allgemeine Vorfreude auf die kommende Gaudi herschte.
Und noch einmal rief der Dorfvorsteher : " Wer von Euch ist in der Lage, einen Galgen zu
bauen ? "
Wieder nur Schweigen, da sich keiner blamieren wollte.
Doch dann ertönte sie leise, die Stimme aus dem Hintergrund, aus dem Verließ:
" Ich kann das, ich habe das gelernt. Ich bin Zimmermann
aus der Innung der Gerüstbauer, und weiß Galgen gemäß
Norm ISO 4711/0815 zu errichten. Mein Gesellenstück ist
noch bis heute in Holzhausen im Gebrauch. "
" Wenn es stimmt, was Du sagst, muß es gottgewollt sein. Was wünscht Du Dir
als Dank für Deine Arbeit ? "
Da ertönte sie wieder, die Stimme aus dem Hintergrund, aus dem Verließ :
" Die Freiheit "
" So sei es " sprach der Dorfvorsteher, denn er hatte keine andere Wahl.
Und so geschah es....., der Fremde wurde aus dem Verließ geführt, konnte sein
Galgenmal, traditionel, weil aus Zeiten als Kaninchen eher eine Plage waren,
bestehend aus einem üppigen Karnickelbraten nicht genießen, und begann
mit den Werkzeugen, die im Dorf aufzutreiben waren den Galgen zu bauen,
unter den interessierten Blicken der Dorfbewohner, die, als der Galgen fertig
war freundlich in die Hände klatschten und sich freuten wieder eine Möglichkeit
zum Aufhängen zu haben
Seit dem Tage wurde das Dorf "Hangover" genannt, was auf englisch auch einen "Kater haben"
bedeutet, weil einerseits freuten sie sich über den Galgen, andererseits waren sie traurig
das ihnen die Gaudi entgangen war.
Im Laufe der Jahrhunderte schlichen sich in der Geschichtsschreibung der eine oder andere
Schreibfehler ein, so dass ungewollt dieser Ort heute Hannover heißt.
Die Moral der Geschichte, " Das Recht siegt immer, auch wenn es einem nicht immer gefällt ".
Ungewollt startete so unbeabsichtigt eine Tourismuswelle, von der Hannover noch heute
provitiert. Die ersten Touristen waren tierisch......
Es waren Rinder, die sich auf den Weg machten den Galgen zu sehen
noch heute heißen sie deshalb " Galloway " Rinder
Übrigens, noch immer ertönt das freundliche " Heihoha "
allerdings in neuer und verkürzter Form als " Hi "
Heihoha
Euer